Schulprojekte

Projekt 1:

How to plan your future: a guide to a successful career

 

Projekt 2:

Citizenship Education in European secondary schools

 

Ein Projekt mit einem seltsamen Titel, zugegeben. Was ist das- eine „Staatsbürger- Ausbildung“?

Es geht in diesem Projekt vor allem darum, was in den Schulen der europäischen Länder für die Ausbildung von Toleranz, Demokratieverständnis und Völkerverständigung getan wird. Sind wir in der Lage, diese Eigenschaften bei unseren Schülern zu fördern, so dass sie sich auch als Bürger Europas fühlen?

Wie geht jedes Land mit den für ihn typischen Problemen um- von der Vergangenheitsbewältigung bis zur Flüchtlingsproblematik?

Wie gelingt es, die Jugendlichen für den Kampf gegen Rassismus, Intoleranz und Diskriminierung zu stärken?

Bei den geplanten Aktivitäten und Projekttreffen stehen genau diese Fragen im Mittelpunkt. Wir versuchen eine Antwort darauf zu finden, was Schule leisten kann und werden uns über die Methoden an jeder Schule austauschen mit dem Ziel, voneinander zu lernen.

Die Projektpartner zu diesem Thema sind:

Zwei der Projekttreffen haben schon stattgefunden: das sogenannte „kick off“ Treffen in Budapest und das zweite Treffen hier in Zielitz.

Bei Diskussionen und Workshops wurde deutlich, wie wichtig diese Thematik in der heutigen Zeit ist. Wer noch mehr über dieses Projekt erfahren möchte, schaut einfach auf der Homepage oder auf der Facebookseite nach.

Unter der Rubrik „Aktuelles“ werden wir euch auf dem Laufenden halten.

 

Das ist der Titel eines der beiden Erasmus+- Projekte, an denen unsere Schule in den nächsten zweieinhalb Jahren teilnehmen darf. Durch die Förderung der EU ist es auch möglich, innerhalb dieses Zeitrahmens Projektfahrten (natürlich mit Schülern) an die Partnerschulen zu unternehmen.

Der englische Titel unseres “Karriere” – Projektes deutet darauf hin- hier geht es um die erfolgreiche berufliche Zukunft der Jugendlichen in den Partnerländern- frei nach dem selbst kreierten Slogan:

OUT OF SCHOOL AND INTO JOB- WITH SUCCESS YOU DO THE HOP!

  • Mit gemeinsamen Aktivitäten und in gemeinsamen Treffen wollen wir uns austauschen:
  • wie Schulen in verschiedenen Ländern auf das Berufsleben vorbereiten
  • welche Chancen auf dem Arbeitsmarkt bestehen
  • welche Anforderungen die Betriebe stellen
  • wie man die Schüler dazu befähigt, diese Anforderungen erfüllen zu können
  • Vorstellen der „best practises“- also der erfolgreichsten Methoden der Berufsvorbereitung- mit dem Ziel des Erfahrungsaustausches
  • Kennenlernen der verschiedenen Bewerbungsmodalitäten
  • Möglichkeiten der weiterführenden Bildung nach Abschluss der Sekundarschule

Die beteiligten Partner kommen aus:

Wir glauben, dass diese interessante Mischung eine gute Grundlage für ein interessantes Projekt ist.

Als Ergebnis des ersten Treffens in Zielitz (siehe „Aktuelles“) wurden unter anderem eine Homepage und ein Facebook-Account („How to plan your future: A guide to a successful carreer“) für dieses Projekt erstellt. Hier kann sich jeder Interessierte weitergehend informieren.

Außerdem einigten wir uns auf ein tolles, von den Schülern gemeinsam gestaltetes Logo, das von den türkischen Partnern in einem Poster eingebettet wurde.

Eine Umfrage unter Schülern, Eltern und Lehrern sollte deutlich machen, welchen Stellenwert alle Parteien in den Partnerländern der Berufsvorbereitung in der Schule beimessen. Neugierig auf die Ergebnisse? Schaut selbst!

Bei den weiteren Projekttreffen werden wir sicher interessante Einblicke in die Berufsvorbereitung und –ausbildung unserer Partner bekommen.

Im April diesen Jahres werden wir unseren englischen Partner besuchen und im Schuljahr 2017/2018 geht es dann noch in die Türkei und nach Spanien. Neugierig geworden? Dann schaut doch regelmäßig unter „Aktuelles“ nach, was sich getan hat!

 

Das Comenius-Programm ist ein 1997 eingerichtetes Programm der Europäischen Union mit dem Ziel, die Zusammenarbeit von Schulen aller Schulstufen und Schulformen innerhalb der EU sowie die Mobilität von Schülern und Lehrern zu fördern. Es ist seit 2005 Teil des EU-Programms für lebenslanges Lernen.

Das bedeutet, dass sich mit diesem Programm die einmalige Chance bietet, allen Schülern- unabhängig von sozialen Gesichtspunkten- die Möglichkeit zu geben, sich mit anderen Völkern und Ländern Europas zu beschäftigen und persönliche Erfahrungen zu sammeln.

Benannt wurde das Programm nach dem führenden Pädagogen des 17. Jh, Johann Amos Comenius, der als erster das Kind mit seinen unterschiedlichen Entwicklungsphasen in den Mittelpunkt der Pädagogik stellte und die Bedeutung einer breiten Allgemeinbildung erkannte.

Comenius- Projekte haben an unserer Schule eine lange Tradition. Seit 1999 arbeiteten wir in vier verschiedenen Projekten mit internationaler europäischer Beteiligung- mit dem Ergebnis, dass man uns als kleine Schule in vielen Ländern Europas kennt. Der Grund für diese Arbeit ist ganz einfach: wir erfahren immer wieder, wie interessiert die Schüler daran sind, andere Länder und deren Menschen kennenzulernen. Gerade in der heutigen Zeit erachten wir es als wichtiger denn je, dieses Interesse zu nutzen, denn-es gibt unserer Meinung nach keinen besseren Weg, Toleranz und  Menschlichkeit bei den Schülern zu entwickeln sowie Vorurteile abzubauen, als sie aktiv in internationale Arbeit einzubinden.

Projekt 1: “Sharing Future Decisions”, 1999- 2002

Der Anfang…

… war nicht leicht- wir bekamen kurzfristig die Möglichkeit, an einem solchen Projekt mitzuarbeiten, ohne zu wissen, auf was wir uns einließen. Aber manchmal ist das für die Kreativität sehr förderlich. Unter der Koordination einer spanischen Schule aus Cassa de la Selva und in Zusammenarbeit mit Schulen aus Bräcke (Schweden) und Gerona(Italien)  machten wir die ersten Schritte. Das Projekt trug den Titel „Sharing Future Decisions“- wir lernten also viel über die  unterschiedlichen Bildungswege, Zukunftsaussichten, Interessen aber auch Ängste der Jugendlichen in den Partnerländern.

Bei unseren Projekttreffen lernten sie aus erster Hand, dass der Weg zum Beruf in Europa ganz unterschiedlich strukturiert ist, aber auch solche Dingen wie :

Man kann in Schweden auch im Winter im Freien grillen kann- nämlich das, was man vorher geangelt hat.

In Italien und Spanien „ticken die Uhren“ wirklich anders, alles ist gemächlicher und nicht so hektisch wie in unserem Land.

Projekt 2: “Local Agenda 21- Rage against Rubbish” 2004- 2006

Der Beginn einer Tradition

Durch den Erfolg des ersten Projektes fassten wir Mut und stürzten uns in ein nächstes Abenteuer.

Ein Gymnasium in Ashby, England fragte an, ob jemand Lust hätte, mit ihnen Untersuchungen zum umweltbewussten Konsumverhalten in Europa anzustellen. Natürlich hatten wir! Und mit uns noch Schulen aus Polen, Rumänien und Italien.

Was zunächst mit dem langweiligen Namen „Local Agenda 21“ betitelt wurde, entpuppte sich schnell als interessantes Untersuchungsthema, das den Arbeitstitel „Rage against Rubbish“ erhielt.

Eine tolle Idee, die umgesetzt wurde, war ein Lehrfilm über die deutsche Mülltrennung- damals waren wir darin Vorreiter in Europa- mit dem Titel „Rotkäppchen und der Erklärbär“.

Projekt 3: “From cultural Difference to global Agreement- All for one and one for all”2008- 2010

Fortführung der Tradition

Mit den Erfahrungen der vorhergehenden Projekte gewappnet übernahmen wir dieses Mal die koordinierende Rolle.

Gemeinsam mit Partnerschulen aus Tschechien (Liberece) und Italien (Ragusa/ Sizilien) arbeiteten die Schüler intensiv am Abbau von Vorurteilen.

Natürlich gab es eine Menge davon auch bei uns- vor allem gegenüber den Sizilianern- aber auch das, was man in anderen Ländern von den Deutschen hält, rief bei unseren Schülern teils Erstaunen, teils ein Lächeln hervor.

Am Ende hatte jeder Partner Gelegenheit, diese Vorurteile zu relativieren- ein kleines Booklet und ein toller selbstgestalteter Kalender waren das Ergebnis. Sogar einen eigenen Rap haben die Schüler gemeinsam geschrieben und auf der Abschlussgala in Zielitz präsentiert.

Am wichtigsten waren jedoch die persönlichen Kontakte bei den Projekttreffen in allen drei Ländern.

Projekt 4: “Our cultural Instruments and Folk Dances” (2013- 2015)

Unser jüngstes Projekt ist noch allen gut in Erinnerung.

Der Titel des Projektes war „Traditionelle Instrumente und Volkstanz“.

An diesem Projekt nahmen Schüler der Altersgruppen 5- 15 Jahre teil.

Teilnehmende Partnerländer/- schulen waren eine Grund- und Sekundarschule aus Konya/ Türkei, Grundschule (bis Klasse 6) aus Coventry/ England, eine Grundschule (bis Klasse 6) aus Malaga/ Spanien, GTS „W. Seelenbinder“ Zielitz/ Deutschland

In jeder Gesellschaft spielen Musik und Tanz eine große Rolle. Mit diesem Projekt wollten wir die unterschiedlichsten Kulturen auf dieser Ebene zusammenführen. Wir glauben, dass Musik und Tanz die Menschen auf der ganzen Welt verbindet.

Die Musik ermöglicht, dass die verschiedensten Kulturen ihren Charakter, auch durch Tanz, ausdrücken können. Volkstänze vereinen und demonstrieren nationale, soziale und kulturelle Identität. Mit ihrer Bildungskomponente und körperlichen Aktivitäten, sowie mit ihrer Musik, spielen Volkstänze bei der physischen und mentalen Entwicklung von Kindern eine große Rolle. Ebenso groß ist die Rolle der Volkstänze auf sozialer, kultureller, artistischer und sportlicher Ebene.

Dieses Projekt wurde mit dem Ziel entwickelt, Schüler, Lehrer, Familien unterschiedlicher Kulturen, und Glaubensrichtungen zu befähigen, einander mit Verständnis und Toleranz zu begegnen. Ziel war es, den Partnern die Möglichkeit zu geben, einander kennen zu lernen und Verständnis dafür zu entwickeln, dass kulturelle Unterschiede kein Grund für Konflikte sind, sondern das Leben bereichern und die Welt, in der wir leben, bunter zu machen. Durch die unterschiedlichsten Aktivitäten lernten die Teilnehmer nicht nur die Kultur, Kunst und das Alltagsleben der Partner kennen, sondern entdeckten auch neue Sprachen, verbesserten ihr Englisch. Die Schüler lernten, dass uns in Europa eher Gemeinsamkeiten verbinden als Unterschiede trennen.

Außerdem erkannten die Teilnehmer die Bedeutung von Toleranz, Respekt und einer gemeinsamen Sprache bei der Zusammenarbeit mit Menschen aus unterschiedlichen Ländern.

Absolute Höhepunkte für Schüler und Lehrer waren auch bei dieser Arbeit die Projekttreffen in den verschiedenen Partnerschulen und unsere große „Europawoche“ in Zielitz, die aus Anlass des Treffens an unserer Schule stattfand.

Projekt 5

Ja, wir wollen uns ein weiteres Mal in das Abenteuer eines internationalen europäischen Projekts stürzen. Warum macht man sich so viel zusätzliche Arbeit? Einfache Antwort: Es macht einfach Spaß!

Wir wissen noch nicht, was uns erwartet-wir lassen uns einfach überraschen.

Und: wir haben die tollste Unterstützung, die man sich vorstellen kann. Deshalb an dieser Stelle ein Dankeschön an alle, die eine solche Arbeit an einer so kleinen Schule ermöglichen:

-Schulleitung, Kollegen

-pädagogische Mitarbeiter, technisches Personal

-Eltern, die bereit sind, Gastschüler aufzunehmen

-Schüler, die auch Freizeit in die Arbeit stecken

 

mit der Zespol Szkol Nr. 1 w Goworowie (Masowien-Polen)

Im Oktober 2012 besuchte uns erstmals eine kleine Delegation von der polnischen Schule in Goworowo. Auf Grund der gegenseitigen Sympathie und der guten Zusammenarbeit von Schülern und Lehrern beschlossen wir, eine bilaterale Schulpartnerschaft mit der Zespol Szkol Nr. 1 w einzugehen.

Der Gegenbesuch von 15 Schülerinnen und Schülern sowie zwei Lehrern unserer Schule erfolgte schon im Mai 2013 in Goworowo.

Wir wurden sehr herzlich aufgenommen und verbrachten interessante, abwechslungsreiche und wunderschöne Tage. Als Symbol unserer Partnerschaft pflanzen wir auf dem Schulgelände in Goworowo einen Eichenbaum, den wir extra aus Deutschland mitbrachten.

Mit der Reise der Goworower Delegation vom 11. bis 14. März 2014 nach Sachsen-Anhalt wurde mit der Unterzeichnung des Schulpartnerschaftsvertrages die gemeinsame Zukunft und Zusammenarbeit beider Schulen offiziell besiegelt. Im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung wurde im Saal des einewelt hauses der Schulpartnerschaftsvertrag unterschrieben.

Jeweils 15 Schülerinnen und Schüler, vier Lehrerinnen und Lehrer, Dr. Uwe Birkholz vom Kultusministerium, Peter Schwägele von der Staatskanzler, Krzysztof Blau von der Deutsch-Polnischen Gesellschaft Sachsen-Anhalt (DPG), Manja Lorenz von der Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt e.V. (AGSA) sowie die Europäischen Bundes- und politischen Freiwilligen der AGSA, der DPG und des Vereins Meridian wohnten diesem historischen Moment bei.

Als im Dezember 2014 an unserer Schule anlässlich des 25-jährigen Jahrestages des Mauerfalls „Lernt polnisch“, Solidarnosc, die DDR und die Stasi durch den Kultusminister des Landes Sachsen-Anhalt und den Bundesbeauftragten für Stasiunterlagen Herr Roland Jahn eröffnet wurde, war auch eine kleine Delegation unserer Partnerschule mit dabei. Während der Festveranstaltung schilderte der Schulleiter der Zespol Szkol Nr. 1 w Herr Jacek Dobrzynski eindrucksvoll den geschichtlichen Werdegang der Solidarnosc - Bewegung in Polen. Diese war Vorbild und Hoffnung für viele Freiheitskämpfer in der ehemaligen DDR.

Zwei weitere Besuche erfolgten durch die Schulleitung der Ganztagsschule „Werner Seelenbinder“ Zielitz und durch die Schülerinnen und Schüler unserer UNESCO-Projektgruppe.

An vielen verschiedenen Projekten wurde und wird auch zurzeit noch gearbeitet, z.B. „Aus fremd wird bekannt – Abbau von Vorurteilen“, „Traditionelle Instrumente und Volkstänze“, „Der Wolf“.

Im Frühjahr 2016 ist das nächste Arbeitstreffen an unserer Schule geplant. Dort werden die Arbeitsergebnisse von den jeweiligen Schülergruppen präsentiert und inhaltliche Schwerpunkte der Zusammenarbeit für die Zukunft festgelegt.

Nach Wochen der Vorbereitung und zwei speziellen Projekttagen gestalteten die Schülerinnen und Schüler unserer Schule die Abschlussveranstaltung „25. Jahrestag der Deutschen Einheit“ in der Glück-Auf-Sporthalle.

Es geht darum, Geschichte erlebbar zu gestalten - „Wer die Vergangenheit nicht kennt, kann die Gegenwart nicht verstehen und die Zukunft nicht gestalten“, sagte in der Wendezeit einmal der Altbundeskanzler Helmut Kohl. Und so waren die Beiträge der einzelnen Klassen sehr abwechslungsreich und niveauvoll gestaltet.

Ein Pionierchor singt die Nationalhymne der DDR. Demonstranten rufen „Wir sind das Volk!“. Symbolisch wird eine Mauer, dargestellt aus Plakaten, eingerissen. Aus dem Lautsprecher erklingt der Tagesschausprecher, der nach der Pressekonferenz mit Günter Schabowski, die Öffnung der Grenze verkündet.

Kevin Sobitzkat und Tobias Vollmering aus der Klasse 10b moderieren die anspruchsvolle Veranstaltung in der „Glück-Auf-Sporthalle“. Die Schüler der achten Klassen nennen typische Beispiele für Musik in der DDR und in der Bundesrepublik. Auch Mode aus dem einstmals geteilten Land wird vorgestellt. Schüler aus der Klasse 6a zeigen Kinderspiele aus der DDR.

Ein Theaterstück der Jugendlichen aus der Klasse 10a thematisiert den Bau der Mauer 1961 in Berlin und zeigt wie es dazu gekommen ist. Informiert wird auch über die Methoden der Staatssicherheit und über Fluchtversuche aus der DDR, die oft tödlich endeten. Neuntklässler befragen einen Zeitzeugen. Lehrer singen den Udo-Lindenberg-Titel „Daumen im Wind“.

Schließlich reißen die Fünftklässler die symbolische Mauer ein. Dazu erklingt das Tondokument der Rede von Bundeskanzler Helmut Kohl vom 03. Oktober 1990.

Mit dem gemeinsamen Singen der deutschen Nationalhymne endet eine Veranstaltung, die sicherlich allen Schülern und Lehrern noch lange in Erinnerung bleiben wird.